Hinter den Kulissen: Wie aus dem Morgenkaffee eine neue Szene für meinen neuen Psychothriller wird

Kennt ihr das? Man wacht morgens auf, ist noch völlig verpennt, der erste Kaffee dampft vor einem – und plötzlich ist da diese eine Idee. Ein Gedanke, der vielleicht noch aus einem wirren Traum stammt, den der Kopf gerade erst verarbeitet hat. Genau in solchen Momenten, wenn der Filter noch nicht ganz hochgefahren ist, entstehen bei mir oft die besten Szenen.

Ohne langes Intro habe ich mich neulich also genau so a den Schreibtisch gesetzt. Ich wollte einfach mal schauen, was passiert, wenn ich diese morgendliche Stimmung direkt in mein aktuelles Buchprojekt fließen lasse. Das Ergebnis? Eine kleine, aber ziemlich aufgeladene Leseprobe.

Du stinkst. Du gehst jetzt duschen ( YouTube: 41Arc )

Elliot und Gerald: Wenn die vierte Wand bröckelt

In dem Entwurf, den ich im Video vorlese, treffen zwei Welten aufeinander, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Auf der einen Seite Elliot, der elitäre Typ mit der Stadtvilla. Auf der anderen Seite Gerald, der Obdachlose, der es sich auf der Bank nebenan gemütlich gemacht hat.

Als Gerald provoziert („Steigst du wieder in deine Angeberkarre?“), passiert etwas Unerwartetes. Elliot holt nicht aus. Er wird nicht laut. Er dreht den Spieß einfach eiskalt um. Ein kühles, psychologisches Machtspiel beginnt, das mit einer warmen Dusche und einem Deal über 2.000 Dollar endet.

Genau das ist es, was mich an Psychothrillern so fasziniert. Es ist nicht immer der laute Knall, der uns Angst macht. Manchmal ist es das erstickende Schweigen oder eine scheinbar großzügige Geste, hinter der sich ein tiefer Abgrund verbirgt. Wer ist Elliot wirklich? Und worauf hat sich Gerald da gerade eingelassen?

Von der Filmschule zum Thriller: Warum das echte Leben die besten Geschichten schreibt

Wer mich oder diesen Blog schon ein bisschen kennt, der weiß: Ich bin kein Spezialist. Mein Lebenslauf ist eher eine stolze Sammlung von Dingen, die ich angefangen und irgendwann wieder abgebrochen habe. Fitnesstrainer, Sozialpädagoge, Filmschule in Hollywood und Köln … ein ziemlicher Draufgänger, hm? Was die Nachbarn wohl denken? Nun ja.

Aber was ich auf all diesen Wegen – auf denen ich oft umherirrte – gelernt habe, ist: Nichts davon war umsonst. Egal, welchen Job du machst, im Kern geht es doch immer um dasselbe: Wir alle lieben gute Geschichten.

Wir sind von Natur aus neugierig. Na? Schon mal den Fernseher leiser gedreht, wenn die Nachbarn in der Wohnung oben gestritten haben? Einen Thriller zu lesen, ist im Grunde nichts anderes. Wir beobachten Menschen dabei, wie sie an ihre Grenzen stoßen. Und ich liebe es, genau diese Menschen zu erschaffen.

Willst du tiefer in die Abgründe eintauchen?

Schreiben ist ein Handwerk, und ich nutze diesen Blog, um genau diesen Prozess mit euch zu teilen. Wenn du also Lust hast, nicht nur an der Oberfläche zu kratzen, sondern selbst mal hinter die Kulissen zu schauen, bist du hier genau richtig.

Für mein aktuelles Projekt habe ich mir etwas Besonderes ausgedacht. Du musst nicht warten, bis das Buch fertig ist.

Spiele jetzt den interaktiven Prolog zu „Die vierte Wand“ und hilf Michael, die Realität zu finden!