Gier vs. Geduld – Warum Emotionen dich Rendite kosten
Der Feind im Spiegel
Kennst du das? Du siehst, wie eine bestimmte Aktie oder Kryptowährung durch die Decke geht. Dein Herz schlägt schneller. Eine Stimme in dir flüstert: “Wenn ich jetzt nicht einsteige, verpasse ich die Chance meines Lebens.” Das ist die Gier (FOMO).
Und dann, drei Wochen später: Die Kurse fallen. Panik macht sich breit. “Ich muss verkaufen, bevor alles weg ist!” Das ist der Mangel an Geduld.
Als Autoren kennen wir dieses emotionale Auf und Ab vom Schreiben. Aber an der Börse kostet es dich bares Geld.
Warum unser Gehirn nicht für die Börse gemacht ist
Evolutionär gesehen sind Gier und Angst nützlich. Gier ließ uns Vorräte sammeln. Angst ließ uns vor dem Säbelzahntiger weglaufen. An der Börse sind diese Instinkte tödlich.
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Gier lässt dich Aktien kaufen, wenn sie teuer sind (weil alle darüber reden).
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Angst lässt dich verkaufen, wenn sie billig sind (im Crash).
Du machst also genau das Gegenteil von dem, was logisch wäre: “Buy low, sell high.”
Die Superkraft der Kreativen: Geduld
Hier ist die gute Nachricht: Als Autor hast du einen unfairen Vorteil. Du weißt, dass gute Dinge Zeit brauchen. Du schreibst kein Buch an einem Wochenende. Du weißt, dass man Seite für Seite schreibt, auch wenn man das Ende noch nicht sieht.
Genauso funktioniert Vermögensaufbau. Es ist kein Sprint. Es ist das langweilige, stetige Weitermachen. Der Zinseszins ist nichts anderes als die Belohnung für Geduld.
Langeweile ist gut
Wenn dein Investieren aufregend ist, machst du wahrscheinlich etwas falsch. Gutes Investieren sollte so langweilig sein, wie Farbe beim Trocknen zuzusehen. Die Action gehört in deine Romane, nicht in dein Depot.
Erkennst du dich wieder? Wenn du deine Emotionen im Griff hast, bist du bereit für den nächsten Schritt: Frugalismus als Werkzeug für deine Freiheit.