Vom Designer zum Vollzeit-Autor: Warum ich auf finanzielle Freiheit setze (statt auf den Bestseller-Lottogewinn)

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Mal ehrlich: Wir kennen doch alle dieses romantische Bild vom leidenden Künstler. Der Typ in der kalten Dachkammer, Kerzenschein, nagt am Hungertuch, aber schafft dabei weltbewegende Literatur.

Ganz ehrlich? Darauf habe ich keine Lust.

Ich bin Designer. Ich mag Struktur, ich mag Ästhetik und – ja, ich gebe es zu – ich mag auch meinen Lebensstandard. Ich liebe es unheimlich, Geschichten zu erzählen und in die düsteren Welten des Domestic Noir abzutauchen. Aber ich habe absolut keine Lust, mein Leben darauf zu verwetten, dass mich irgendein Verlag “entdeckt” und mich über Nacht reich macht. Das ist wie Lotto spielen. 

Deshalb mache ich jetzt was Neues hier bei 41 ARC.

In meinem neuesten Video quatsche ich ein bisschen ausführlicher darüber, warum ich den Kanal und den Blog hier umbaue. Es geht nicht mehr nur ums Vorlesen. Es geht um den Weg zur Freiheit. Und zwar auf die eher…pragmatische Art.

Schreiben als “Brotlose Kunst”? Muss nicht sein.

Ich bin jetzt Anfang 30. In meinen 20ern habe ich mich ausgetobt, Erfahrungen gesammelt und meinen Job als Designer im Marketing gelernt. Und ich muss sagen: Ich liebe diesen Job. Ich habe aktuell einen echt genialen Arbeitgeber, super Kollegen und Aufgaben, die mich fordern – gerade jetzt mit dem ganzen KI-Thema im Design. Das macht schon Spaß.

Aber da ist halt diese andere Seite in mir. Die Seite, die schreiben muss. Die Domestic Noir Thriller entwickelt. Die Charaktere baut, die mich nachts nicht schlafen lassen.

Das Problem an der Sache ist simpel: Um wirklich gute Bücher zu schreiben, brauchst du vor allem eines: Zeit. Und Zeit ist bei uns leider direkt an Geld gekoppelt. Wer 40 Stunden im Büro sitzt, hat abends oft einfach keine Energie mehr für komplexe Plots. Wer weniger arbeitet, hat weniger Geld. Ein Teufelskreis, oder?

Mein “Aha-Moment”: Der Tim Schäfer Weg

Ich habe mich in den letzten Jahren echt viel mit Finanzen beschäftigt. Am Anfang war ich – wie wahrscheinlich viele von euch – im Krypto-Space unterwegs. Viel getradet, viel Stress, ständig aufs Handy geschaut. Dabei habe ich irgendwann gemerkt: Das ist keine Freiheit, das ist ein zweiter Job.

Dann bin ich über ein Interview von Mario Locher auf Tim Schäfer gestoßen.

Falls ihr den nicht kennt: Tim ist ein Finanzjournalist aus New York. Der Typ lebt einen extrem pragmatischen, fast schon stoischen Weg zur finanziellen Freiheit vor. 

Kein “Komm in die Gruppe”, kein “Schnell reich werden”. 

Sondern einfach:

  1. Ausgaben checken (Brauche ich den Kaffee für 5€ wirklich?)
  2. Sparquote hochschrauben.
  3. Buy and Hold: Breit gestreut in ETFs und solide Aktien (wie Disney!) investieren und dann einfach die Füße stillhalten. Niemals verkaufen.

Das hat mir echt die Augen geöffnet. Ich brauche keinen Porsche vor der Tür. Ich brauche kein Statussymbol-Haus. Was ich will, ist die Freiheit, meine Zeit selbst einzuteilen. Einfach mal sagen können: “Heute schreibe ich.”

Der Plan: Was euch jetzt hier erwartet

Ich werde morgen nicht kündigen – das möchte ich auch gar nicht. Meine Arbeit ist toll, genauso wie meine Kollegen. Mein Ziel ist es eher, mit vielleicht 50 so weit zu sein, dass ich entspannt in Teilzeit gehen kann – oder mich komplett dem Schreiben widmen kann, ohne Panik vor der Altersarmut zu haben.

Deshalb stelle ich 41 ARC jetzt auf drei Säulen, die ich hier für euch dokumentiere:

1. Schreiben

Klar, ich schreibe weiter. Mein Buch “Linie 55” ist erst der Anfang. Ich habe da so eine Idee für eine Serie von “Short Reads” – denkt an Netflix, aber als Buch-Serie. Episodisch, kurz & knackig. Hier auf dem Blog und meinem YouTube-Kanal nehme ich euch mit in mein Chaos, lese Kapitel vor und wir schauen uns mal an, was das Genre Domestic Noir Thriller eigentlich so spannend macht.

2. Design

Mein Marketing-Job ist der Motor, der das ganze System am Laufen hält. Ich zeige euch, wie ich meine Design-Skills nutze, um meine Bücher selbst zu vermarkten (Cover, Layout, das ganze Programm). Und vielleicht auch mal, wie man als Kreativer im Job überlebt, ohne auszubrennen – wenn ich es dann mal selbst herausgefunden habe.

3. Finanzen

Das ist der neue Part. Ich mache mich nackt (finanziell gesehen!). Ich zeige euch transparent, wie ich mein “Autoren-Depot” aufbaue. Wie ich spare, wo ich investiere (konservativ, keine Zockerei!) und wie ich versuche, mein Leben ein bisschen minimalistischer – oder besser: essentialistischer – zu gestalten.

Wichtig dabei: Ich bin kein Finanzberater. Ich zeige euch nur, wie ich es mache & hoffe, dass es klappt.

Also…

Wenn du Thriller magst: Bleib dran. Die Geschichten werden besser, je mehr Zeit ich mir dafür freischaufeln kann. Wenn du selbst davon träumst, kreativ zu arbeiten, aber Angst vor der finanziellen Unsicherheit hast: Abonniere den Kanal. Ich zeige dir einen Weg, der ohne “Bestseller-Glück” funktioniert. Einen Weg für Leute, die bereit sind, pragmatisch zu sein.

Das ist mein “Arc” – mein Bogen. Vom Marketing-Designer zum freien Autor.

Schön, dass ihr dabei seid!

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